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Aus der Gemeinderatssitzung vom 15.09.2026

Meldung aus Ellenberg
Aus der Gemeinderatssitzung vom 15.09.2026 (Bild vergrößern)

In der öffentlichen Sitzung am 15. September 2026 befasste sich der Gemeinderat mit folgenden Angelegenheiten: 

TOP 1 – Genehmigung des Protokolls vom 22.07.2026

Das Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 22. Juli 2026 wurde bestätigt. Ergänzend wurde über den Start des neuen Verpflegungskonzepts für die Grundschule informiert. Die Mittagsverpflegung wird künftig über die Marienpflege Ellwangen bezogen. Für die Anlieferung an Grundschule und Kindergarten wurde ein Fahrdienst eingerichtet.

TOP 2 – Bekanntgabe der nichtöffentlich gefassten Beschlüsse vom 22.07.2026

Aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 22. Juli 2026 wurden zwei Beschlüsse bekanntgegeben. Der Gemeinderat hatte den Erwerb des Flurstücks 291 für die Umsetzung der „Neuen Ortsmitte Ellenberg“ beschlossen. Zudem erhält der Tennisclub Ellenberg e. V. für die Anschaffung einer Flutlichtanlage sowie die Beleuchtung des Zugangswegs zum Vereinsheim einen Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der tatsächlich nachgewiesenen Investitionskosten.

TOP 3 – Breitbandversorgung – Pachterträge

Der Gemeinderat nahm die Abrechnung der Pachterträge aus der Verpachtung der kommunalen Breitbandinfrastruktur zur Kenntnis. Für das Jahr 2025 wurde ein Pachtertrag von 91.224,89 Euro netto ermittelt. Nach Abzug der Vergütung für die Einnahmenverwaltung kann bei vergleichbarem Anschlussbestand derzeit von laufenden jährlichen Einnahmen in einer Größenordnung von rund 84.000 Euro netto ausgegangen werden.

Zudem wurde darüber informiert, dass künftig neben der NetCom BW auch die Firma Stiegeler Telekommunikationsdienste über das geförderte Glasfasernetz anbieten kann. Für die Gemeinde ergeben sich hieraus keine Änderungen.

TOP 4 – Ausbau der Ganztagsbetreuung

Im Zuge der laufenden Umbaumaßnahmen in der Hauptstraße 25 wurden zusätzliche Arbeiten erforderlich. Der Gemeinderat nahm die bereits freigegebenen Nachträge der Firma TWD Abbruch sowie der Firma Dambacher + Gentner zur Kenntnis. Durch eine Optimierung der Dachkonstruktion konnten zugleich Minderkosten erzielt werden. 

Die Sanitär- und Heizungsarbeiten wurden an die Firma Laengrich aus Wört zum geprüften Angebotspreis von 168.707,81 Euro brutto vergeben. Das Ausschreibungsergebnis liegt damit rund 47.800 Euro beziehungsweise etwa 22 Prozent unter der bisherigen Kostenermittlung.

Außerdem beschloss der Gemeinderat, die Elektroinstallationsarbeiten für den Ausbau der Ganztagsbetreuung an die Firma Rud. Otto Meyer Technik GmbH & Co. KG zum geprüften Angebotspreis von 198.493,06 Euro brutto zu vergeben.

TOP 5 – Bebauungsplan „Gewerbegebiet Ellenberg“

Der Gemeinderat befasste sich abschließend mit den im Rahmen der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen. Die erarbeiteten Abwägungsvorschläge und die daraus resultierenden Änderungen der Planung wurden beschlossen.

Anschließend wurde der Bebauungsplan „Gewerbegebiet Ellenberg“ als Satzung beschlossen. Die rund 1,5 Hektar große Fläche soll zusätzliche Gewerbe- und Handwerksflächen schaffen. Die Bekanntmachung und damit das Inkrafttreten des Bebauungsplans erfolgen, sobald die parallele Änderung des Flächennutzungsplans durch das Regierungspräsidium Stuttgart genehmigt wurde.

TOP 6 – Erschließungsplanung Gewerbegebiet

Für die technische Erschließung des geplanten Gewerbegebiets wurde das Büro Grimm Ingenieure aus Ellwangen mit der Bestandsvermessung sowie der Planung der Verkehrsanlagen, der Kanalisation und der Wasserversorgung beauftragt. Das vorläufige Honorar beträgt 82.927,21 Euro netto. Damit soll die Erschließungsplanung bereits parallel zum noch laufenden Flächennutzungsplanverfahren vorangebracht werden.

TOP 7 - Raum+ und Flächensparrechner

Der Gemeinderat nahm die Ergebnisse der Untersuchungen „Raum+“ und „Flächensparrechner“ zur Kenntnis. Danach ist die Einwohnerzahl Ellenbergs von 1.659 Einwohnern im Jahr 2011 auf 1.834 Einwohner im Jahr 2025 gestiegen. Bis 2040 wird ein weiterer moderater Anstieg prognostiziert.

Gleichzeitig wird die Zahl der über 60-Jährigen deutlich zunehmen. Damit gewinnen kleinere, barrierefreie und zentral gelegene Wohnungen künftig weiter an Bedeutung. Rechnerisch verfügt die Gemeinde derzeit über ausreichend Wohn- und Mischbauflächenreserven. Entscheidend ist jedoch, in welchem Umfang diese Flächen tatsächlich verfügbar sind. Die Ergebnisse sollen künftig bei der weiteren Siedlungsentwicklung berücksichtigt werden.

TOP 8 - Überörtliche Prüfung der Gemeindekasse

Der Gemeinderat wurde über die unangekündigte Prüfung der Gemeindekasse durch das Landratsamt Ostalbkreis informiert. Bei der Prüfung ergaben sich keine wesentlichen Beanstandungen. Der festgestellte Kassenbestand von rund 3,08 Mio. Euro stimmte mit dem Sollbestand überein. Kassenkredite bestanden zum Prüfungszeitpunkt nicht.

Die Rechnungsprüfung bescheinigte der Gemeinde eine ordnungsgemäße und sehr sorgfältige Kassenführung.

TOP 9 – Bauangelegenheiten

Dem Neubau eines Funktionsgebäudes des VfB Ellenberg e. V. in der Birkenzeller Straße 2 wurde einschließlich der erforderlichen Befreiungen vom Bebauungsplan zugestimmt. Das Gebäude soll insbesondere als Lager genutzt werden.

 

Auch für das Sanierungsvorhaben „Neue Ortsmitte“ mit dem Abbruch bestehender Gebäude und dem Wiederaufbau als neues Rathaus mit Dorfplatz erteilte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen einschließlich der erforderlichen Befreiungen vom Bebauungsplan.

 

Für das Bauvorhaben in der Steinäckerstraße 12 wurde ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Vorgesehen sind der Abbruch des bestehenden Wohnhauses und der Garagenerweiterung sowie der Neubau eines Wohnhauses mit zwei Wohneinheiten und Doppelgarage. Die vorhandenen öffentlichen Parkplätze vor dem Grundstück müssen erhalten bleiben.

TOP 10 – Verwendung der LuKIFG-Fördermittel

Abschließend stimmte der Gemeinderat der vorgesehenen Verwendung der Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes grundsätzlich zu. Der Gemeinde Ellenberg steht daraus ein Einzelbudget von rund 1,22 Mio. Euro zur Verfügung.

Vorgesehen sind 125.000 Euro für den Grundstückserwerb und Abbruch des Flurstücks 291, rund 370.000 Euro für den Ausbau der Ganztagsbetreuung und die energetische Sanierung des ehemaligen Rathauses sowie die verbleibenden rund 726.000 Euro für den Rathausneubau. Durch den Einsatz der Fördermittel soll der Eigenfinanzierungsbedarf der Gemeinde reduziert und die notwendige Kreditaufnahme begrenzt werden.