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Wohnen im Alter

Meldung aus Ellenberg
Wohnen im Alter (Bild vergrößern)

Die Gemeinde Ellenberg arbeitet derzeit an einem Wohnprojekt für ältere Menschen sowie für Personen mit Behinderung. Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit barrierefreien Wohnungen, einem Gemeinschaftsraum und individuell buchbaren Service- und Unterstützungsleistungen. Ziel ist es, älteren Bürgern ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld zu ermöglichen.

 

Befragung "Wohnen im Alter" 

Die Gemeinde Ellenberg führte im November 2025 eine Befragung zum Thema „Wohnen im Alter“ durch. Ziel war es, die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse älterer Menschen in Bezug auf ihre Wohnsituation umfassend zu erfassen. Dabei standen insbesondere folgende Punkte im Fokus:

  • Bevorzugte Wohnformen: barrierefreie Wohnungen, betreutes Wohnen, Mehrgenerationenmodelle oder Pflegeeinrichtungen.

  • Herausforderungen und Probleme: Barrieren in der Wohnung, finanzielle Belastungen oder soziale Isolation.

  • Unterstützungsbedarf: Pflegedienste, Haushaltshilfen oder technische Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.

  • Wohnwünsche und Prioritäten: Selbstständigkeit, Nähe zu Familie, soziale Kontakte und ein sicheres Wohnumfeld.

Die Ergebnisse der Befragung sollen fundierte Planungsgrundlagen für die Gemeinde, soziale Träger und Wohnungsunternehmen liefern, um zukünftige Wohnangebote und Infrastrukturen gezielt entwickeln zu können.

Bürgerbeteiligungsabend 

Bei einer Informations- und Beteiligungsveranstaltung in der Elchhalle stellte Bürgermeisterin Anna-Lisa Bohn den aktuellen Planungsstand vor. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger nahmen teil und brachten ihre Wünsche und Ideen über ein digitales Beteiligungsformat ein. Genannt wurden unter anderem ein heller und freundlicher Baustil sowie ein Ruhebereich im Garten. Gleichzeitig äußerten viele Teilnehmende Fragen zur langfristigen Finanzierung des Projekts und zur pflegerischen Versorgung im höheren Alter.

Alle eingegangenen Vorschläge werden mithilfe einer KI-Lösung ausgewertet, die von der Universität Zürich entwickelt wurde. Unterstützt wird das Projekt zudem durch die Hochschule Ludwigsburg sowie das Landratsamt Ostalbkreis, das eine Übersicht möglicher Förderprogramme erstellt hat.

 

Die Gemeinde hatte im Vorfeld verschiedene Wohnkonzepte anderer Kommunen geprüft und daraus erste Vorstellungen entwickelt:

  • Kleine barrierefreie Wohneinheiten

  • Ein großer Gemeinschaftsraum zur Begegnung

  • Ergänzende Angebote wie Café oder offene Treffpunkte

  • Kooperationen mit lokalen Partnern

Als Standort ist das Flurstück 294/1 in der Hauptstraße 57 vorgesehen. Der bestehende Obstbaumbestand soll als Erholungsfläche erhalten bleiben. Ziel des Projekts ist es, Wohnraum für ältere Menschen zu schaffen und gleichzeitig die neue Ortsmitte zu stärken, indem Wohnen, Nahversorgung und Gemeinschaft in unmittelbarer Nähe zum neuen Rathaus miteinander verbunden werden.

Die Hinweise aus der Bürgerbeteiligung fließen nun in die weitere Konkretisierung des Projekts ein. Die Gemeinde legt großen Wert darauf, die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner frühzeitig einzubinden und gemeinsam ein Wohnkonzept zu entwickeln, das den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht und langfristig tragfähig ist.